Freitag, 7. August 2020

Unser aktueller Ausflugstipp: Eine besondere Fotoausstellung in Bollewick bei Röbel

Die größte norddeutsche Feldsteinscheune in Bollewick bei Röbel / Müritz präsentiert noch bis zum 6. September 2020 die fantastische Foto-Ausstellung der GDT Gesellschaft für Naturfotografie e.V.:


"Europäischer Naturfotograf 2019"


Dank des großen Engagements der Aktiven vor Ort ist es gelungen, die faszinierenden preisgekrönten Naturfotos des Wettbewerbs „Europäischer Naturfotograf 2019“ in das kleine Dorf Bollewick bei Röbel zu holen.

In der riesigen Feldsteinscheune sind aktuell ganz besondere großformatige Naturaufnahmen zu betrachten und zu bewundern. Verschiedene Tiere, Pflanzen und Lebensräume standen im Fokus der Wettbewerbsteilnehmer. Doch ebenfalls skurrile Strukturen, die in der Natur zu finden sind, haben die Aufmerksamkeit der Fotografinnen und Fotografen geweckt. Teilweise sind es aber auch ungewohnte Perspektiven auf durchaus Bekanntes oder besondere Aufnahmetechniken, die nun die Besucher staunen lassen.

Einen kleinen Vorgeschmack auf die herausragenden Fotos vermittelt der nachfolgende Link. Dort findet Ihr neben den Fotos zudem den sehr interessanten Kommentar eines Jury-Mitglieds und könnt Euch so schon einmal im Vorfeld Appetit auf die Ausstellung holen:


https://www.gdtfoto.de/seiten/gdt-europaeischer-naturfotograf-des-jahres-ergebnisse-2019.html


Einen Besuch der Fotoausstellung in der großen Feldsteinscheune in Bollewick solltet Ihr Euch trotz der Online-Stippvisite natürlich nicht entgehen lassen. Macht Euch unbedingt auf den Weg dorthin, Ihr werdet begeistert sein!

Die Ausstellung kann noch bis zum 6. September 2020 täglich von 10:00-17:00 Uhr besucht werden.

  

Weitere Informationen sind auch zu finden unter https://www.diescheune.de/

Telefonische Nachfragen dort unter 039931 / 52009.







Montag, 27. Juli 2020

De Dörpstuw ist frisch geputzt!


Nun haben wir ihn doch noch nachgeholt, den Museums-Putz in diesem Jahr! Zum vergangenen Freitag nach Feierabend hatten wir uns verabredet. „Klar Schiff“ musste endlich gemacht werden, nachdem Corona-bedingt der Frühjahrsputz nicht wie gewohnt stattfinden konnte. Es ist vieles etwas anders in diesem Jahr, und auch wir sind mit unseren Terminen und Veranstaltungen etwas aus dem gewohnten Takt gekommen. 

Irgendwo muss man anfangen

Bitte vorsichtig und bloß nicht verheddern!


Entstauben im Duett

Jetzt ist der Teppich an der Reihe

In der „Dörpstuw“ mussten die Ausstellungsstücke und Tische entstaubt werden, Spinnen hatten „liebevoll“ Fäden und Netze in den Ecken und teilweise auch am Inventar angeheftet, der Fußboden und die Fenster bedurften einer Reinigung, an der Eingangstür war eine Reparatur erforderlich. 


Wie gut, wenn ein Profi dabei ist!

Fensterputzen kann auch fröhlich sein

Diese schicken Handschuhe sind gerade erst ins Museum gegeben worden

Und auch rund um das Museum war etliches aufzuräumen und zu säubern. Putzmaterial und Geräte hatten alle Helfer von zu Hause mitgebracht, so dass es mit Schwung ans Werk gehen konnte. Der ursprünglich für den Nachmittag angesagte Regen blieb aus und das Wetter trocken und nicht zu warm - optimal für unseren rund dreistündigen Arbeitseinsatz sowie für das anschließende gemeinsame Abendessen im Freien. 

Denn das hatten wir uns auch vorgenommen: wenn wir uns am Freitagabend zum Arbeitseinsatz treffen, dann wollen wir hinterher mit einem gemeinsamen Essen ins Wochenende starten. 

Es duftet schon gut, jeder hat sich etwas nach seinem Geschmack mitgebracht

Etwas frisch auf dem Grill zuzubereiten ist im Sommer natürlich besonders schön, und dazu gab es verschiedene schon zu Hause vorbereitete Salate und Beilagen.

Nach der Arbeit: Eine bunte Tafel mit Köstlichkeiten

Auf dem Tisch sah alles nicht nur sehr appetitlich aus, sondern es schmeckte auch so. Noch ein wenig miteinander „schnattern“ und danach konnte das Wochenende beginnen. 


Danke fürs Mitmachen beim Museumsputz und danke natürlich auch für das leckere gemeinsame Essen.










Freitag, 24. Juli 2020

Ein besonderer Nistplatz für Schwalben


Die Kunden kommen gerne zu Frank in den Barniner Hofladen, die Gäste im Café fühlen sich wohl und auf dem Caravan-Stellplatz am Wäldchen geht es beschaulich zu. Guido hat im Garten unter anderem für den Igel ein geschütztes Plätzchen eingerichtet und eine ganze Reihe Nistkästen für verschiedene Vogelarten aufgehängt. 


Nun will er noch Quartiere für Fledermäuse anbringen, denn auch diese Tiere sind willkommen - bei Frank auf dem großen Grundstück ist eben Platz für alle. Frank ist Mitglied in unserem Förderverein „Alte Schule“ – Barnin e.V., und in seiner Freizeit kümmert er sich mit Guido gemeinsam unter anderem um den Artenschutzturm im Dorf und um die Nisthilfen am Museum „De Dörpstuw“.

Seit Jahren schon fliegen im Sommer Schwalben bei Frank und Guido über den Garten, jagen Insekten und holen sich gerne Wasser aus dem Pool. Nur gebrütet haben Schwalben bislang noch nicht bei ihnen. Das extra angebrachte Kunstnest für Mehlschwalben haben diese bislang verschmäht. Nur nebenan hat ein anderes Vogelpärchen Quartier bezogen. 

Doch in diesem Jahr hat es nun endlich geklappt, wenngleich ganz anders als gedacht.

Nachdem sie ein paar Tage später als sonst aus dem weit entfernten Süden zurückgekehrt waren, hat sich ein Rauchschwalbenpärchen das Wohnhaus von Frank und Guido als Standort für sein Nest ausgewählt. 

Auf dem Foto könnt ihr erkennen, für welch einen „kühnen“ Standort sich die beiden Rauchschwalben entschieden haben: Auf einem Balken unter dem Terrassendach des Cafés haben sie ihr Nest gebaut. Guido hatte erkannt, dass der Nestbau dort sehr gewagt war, leicht hätte das Nest durch sein Eigengewicht abstürzen können, vielleicht sogar zu einem späteren Zeitpunkt mit den Jungen darin. Also hat er kurzerhand die dort verlaufenden Kabel vor das Nest gelegt und sozusagen als „Stoppschiene“ gut befestigt. Es funktioniert prima.

Während der Coronazeit hatte das Café anfangs geschlossen, doch dann durften wieder Gäste kommen. Genau zu dieser Zeit brüteten die Schwalben bereits oben auf ihrem Sims. Zunächst waren sie ein wenig unruhig und ein bisschen aufgeregt, doch sie blieben. Frank und Guido erzählten mit Schmunzeln, dass fast alle Gäste sofort leiser sprachen und ihre Stimmen dämpften, wenn sie das Schwalbennest entdeckten.

Inzwischen sind fünf Jungvögel geschlüpft, rufen laut nach Futter und sperren ihre kleinen hungrigen Schnäbel weit auf. 

Jeder möchte möglichst als Erster mit nahrhaften Leckerbissen versorgt werden. Ob sie wohl alle gesund erwachsen werden und dann ausfliegen?

Guido und Frank haben einige Fotos und einen kleinen Text über „ihre“ Schwalben an den NABU, den Naturschutzbund Deutschland, gesendet – und von dort umgehend eine Urkunde als „Schwalbenfreundliches Haus“ erhalten.

Die Urkunde ist Dank und Anerkennung dafür, dass die Beiden den leider stark bedrohten Schwalben Quartiere anbieten und die kleinen gefiederten Gäste bei sich brüten lassen. Das ist heute nicht selbstverständlich, denn viele Menschen haben sich bedauerlicher Weise weit von einer naturnahen Umgebung entfernt, selbst in den Dörfern ist das oft der Fall. Daher bedankt sich der NABU bei Menschen wie Frank und Guido, die die Schwalben bei sich willkommen heißen. Neben der Urkunde gibt es vom NABU auch ein entsprechendes Schild, das nun außen das „Schwalbenfreundliche Haus“ erkennen lässt. 

Frank und Guido freuen sich natürlich über die Anerkennung und
sind zu Recht auch ein wenig stolz darauf.



Wir bedanken uns an dieser Stelle ebenfalls bei Euch für Euer Engagement im Artenschutz zu Hause und im Dorf!


Diese Plakette lässt erkennen, dass die Bewohner des Hauses
ein Herz für Schwalben besitzen










Dienstag, 30. Juni 2020

Das war unser Sommerausflug 2020

Bereits vor einem ganzen Jahr wurde die Idee für den diesjährigen Sommerausflug unseres Fördervereins „Alte Schule“ – Barnin e.V. geboren. Obgleich wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr vieles anders ist als gewohnt, so war es doch zu unserer Freude möglich, den Ausflug zum lange vorgeplanten Termin am vergangenen Wochenende unter Beachtung der geltenden Regelungen stattfinden zu lassen.


Es ist nicht weit mit dem Auto von Barnin nach Weberin, dem ersten Anlaufpunkt unseres Sommerausflugs. In Weberin waren wir verabredet mit der "Weberiner Kräuterfrau", der Heilpraktikerin und Diplom-Biologin Ursula Schönfeld.



Wegen der hochsommerlichen Temperaturen bei gleichzeitig sehr hoher Luftfeuchte fand die „Kräuterwanderung“ ausschließlich auf dem weitläufigen privaten Gartengelände statt. Vielleicht wart Ihr auch schon einmal dort und wisst daher, dass es alleine auf diesem naturnahen Gelände so viel zu zeigen, vorzustellen, zu entdecken und zu berichten gibt, dass sich damit weit mehr als ein halber oder auch ein ganzer Tag füllen ließe. 


Mit ihrem breit gefächerten Wissen über Pflanzen und deren vielfältige Verwendungs-möglichkeiten erstaunte uns Frau Schönfeld ein um das andere Mal. 
Dabei ließen sich aufgrund der beschränkten Zeit immer nur einzelne Aspekte bei den ausgewählten Pflanzen darstellen. 
Kopfüber hängt dieser kleine Falter an den Blüten des Beinwells. Beinwell wirkt u.a. zellgenerierend
 und wird z.B. zur besseren Heilung von Knochenbrüchen äußerlich angewendet


Bald sind die nach Anis und Lakritz schmeckenden Früchte der Süßdolde reif. Süßdolde wirkt krampflösend, verdauungsfördernd und hat z.B. positive Wirkungen auf die oberen Atemwege

Die ursprünglich aus Südamerika stammende Zitronenverbene mit ihren duftenden rauen Blättern verbringt den Sommer im Garten. Sie wirkt leicht beruhigend und kann u.a. eingesetzt werden bei Nervosität,
Schlafproblemen, Erkältungen und zur Anregung des Milchflusses bei stillenden Müttern


Brennnessel, Johanniskraut, Schlafmohn, Ringelblume, Zitronenverbene, Malve, Beinwell, Giersch, Walnuss, Birke …; Tinkturen, Tees, Öle, Salben; Pflanzen und Pflanzenteile frisch und getrocknet, roh, gepresst, gequetscht oder gekocht … - die abwechslungsreiche Führung gab Einblicke in die heilpraktische Verwendung von Pflanzen in früheren und heutigen Zeiten und so manche wertvolle Anregung für das eigene Ausprobieren zu Hause.

Die "Weberiner Kräuterfrau" Ursula Schönfeld. Ihr umfangreiches Wissen hat schon vielen geholfen,
die bei ihr Rat suchten
 

Aus und mit Kräutern aus dem Garten lassen sich auch verschiedene schmackhafte
Gerichte zubereiten wie zum Beispiel eine Kräutersuppe ...

... oder als Brotaufstrich ein leckeres Kräuterpesto. Als essbare Dekoration wurden hier Blüten
der Kapuzinerkresse und Blätter von Jiaogulan ("Kraut der Unsterblichkeit") verwendet

Wärmende oder kühlende Tees ebenso wie erfrischende Kaltgetränke aus und mit 
Kräutern sind wirkungsvoll und oft sogar ganz einfach herzustellen.

Lieblingsplatz gefunden

So lässt sich im Schatten die Hitze ganz gut ertragen

Den Nachmittag verbrachten wir vor allem im Schatten der Bäume, ruhten uns aus, ließen einfach die Seele baumeln, oder unterhielten uns endlich wieder einmal ausgiebig, nachdem das so lange in der Vereinsrunde nicht möglich war. 

Endlich wieder einmal miteinander plaudern

Die köstliche Erdbeertorte ist natürlich selbstgemacht 

Ebenfalls selbstgemacht und gut gekühlt ist diese Apfeltorte ein Hochgenuss

Ein kurzes oder längeres Bad im nahegelegenen See erfrischte uns zwischendurch und sorgte außerdem dafür, dass die mitgebrachten selbstgebackenen Kuchen und der Kaffee besonders köstlich schmeckten.

Nach dem Regen - kleine Wassertropfen auf den Blüten einer Malve.
Malven wirken reizmildernd und entzündungshemmend, sie werden u.a. angewendet bei Husten oder Schleimhautentzündungen im Magen- und Darmbereich

Leichter Regen brachte etwas Abkühlung, bevor es zum zweiten Anlaufpunkt des Tages nach Basthorst ging.

Dort gab es zur Gesunderhaltung für alle Teilnehmer*innen zuerst einmal eine „Anti-Coronavirus-Schluckimpfung“. Die Wissenschaft forscht noch nach einem geeigneten Impfstoff – wir haben ihn bereits aus eigener Produktion, und passend zum Heilpflanzenthema selbstverständlich auf einer rein pflanzlichen Basis von Korn und Holunder 😉😉. 

Nach einem deftigen Abendessen vom Grill und einem erneuten Regenschauer startete die fröhliche Floßtour mit „Stefans Floßfahrt“ zum „Sunst-Cruise“ über den Glambecksee, der manchmal auch als "Weberiner See" oder als "Basthorster See" bezeichnet wird.

Das Floß liegt bereit

Leinen los - Stefan ist in seinem Element

Bei Windstille schipperte uns Stefan über den im Abendlicht fast jadegrün schimmernden See und sorgte mit seinen Erläuterungen, Geschichten und Berichten im Plauderton für viel Heiterkeit. „Jetzt fahr‘n wir über’n See, über‘n See …“.

Ganz viel Grün 💚 ...

... und richtig gute Laune! 

Die Sonne schickte noch einmal ihre Strahlen durch die Wolken und ließ See und Ufer erstrahlen


Langsam geht der Tag zu Ende


Doch geht auch die schönste abendliche Floßfahrt irgendwann zu Ende. Auf dem Weg vom See zurück zum Parkplatz begleitete uns dann noch das Leuchten von Glühwürmchen, die wie winzige helle Lichter im Dunkeln über dem Boden tanzten. Was für ein krönender Abschluss eines schönen gemeinsamen Tages!

 

Ein ganz herzlicher Dank geht vor allem an Sabine und Bernd als die Organisatoren des Tages! Doch der Dank geht auch an alle anderen, die zum Gelingen des Ausflugs beigetragen haben: an Frau Schönfeld für die lebendige und spannende Kräuterführung, an Stefan für die fröhliche Floßfahrt und an alle helfenden und mitgestaltenden Vereinsmitglieder.

 

 



Hinweis in eigener Sache: Wie es im Herbst mit unserer Vereinsarbeit weitergeht, das können wir im Moment noch nicht sagen. Wir werden die weiteren Entwicklungen im Hinblick auf die Corona-Pandemie abwarten und dann kurzfristig entscheiden. Bitte schaut immer mal wieder hier auf unsere Internetpräsenz. Wir informieren Euch und hoffen, bald auch wieder für und mit Euch Veranstaltungen durchführen zu können. Bleibt gesund!