Montag, 19. Oktober 2026
Donnerstag, 20. November 2025
Eingetaucht in einen Naturgarten voller kleiner Wunder
Heiko K. Voss ist Kunstschmied und metallgestaltender bildender Künstler. So jemand macht etwas mit Metall. Das stimmt. Punkt. Punkt? Nein! Denn bei Heiko K. Voss kommt danach noch etwas, was ihm sehr wichtig ist, was ihm viel bedeutet und womit er sein Leben bereichert. Seit der Kindheit beobachtet er draußen im Garten und in der Natur Tiere, Pflanzen, Wachstums- und Veränderungsprozesse. Das gehört zu seinem Leben und nicht zuletzt gibt es ihm Kraft für seine Kraft raubende schwere Arbeit.
Heiko K. Voss, der Referent unseres Vortragsabends. Eine kleine Kamera begleitet seine Ausflüge und Auszeiten im Garten und hält fest, was er beobachtet, was ihn interessiert und fasziniert. Er dokumentiert, recherchiert, fragt nach und interpretiert das, was er beobachtet. Und Heiko K. Voss schreibt darüber ein Buch: „Artenvielfalt im naturbelassenen Garten. Eine Entdeckungsreise“. (Das Buch ist 2023 im Springer-Verlag erschienen.)Natur im Garten, das ist natürlich ein Thema, das sowohl zu uns in unserem ländlichen Wohnumfeld bestens passt als auch zum großen Thema Erhalt der Biologischen Vielfalt. Daher sollte es am Vortragsabend gemeinsam mit Heiko K. Voss auf eine Entdeckungsreise in seinen Naturgarten gehen.
Viele Menschen in den Dörfern bewirtschaften selbst und zum Teil seit Jahrzehnten einen eigenen Garten. Daher haben sich auch gestandene Gärtnerinnen und Gärtner zum Vortrag auf den Weg gemacht.
Besonders viele Gäste sind dieses Mal der Einladung zum Vortragsabend gefolgt. Im Saal der Alten Schule ist bald kein Platz mehr frei und selbst die Fensterbänke werden genutzt.
„Begleiten Sie mich durch unseren Garten und durch die Jahreszeiten“, lädt Heiko K. Voss die Gäste ein. Mit seiner sympathischen unaufgeregten Art lassen sich die Besucherinnen und Besucher gerne in einen Mikrokosmos mitnehmen. Sie folgen gespannt und oft auch amüsiert den Ausführungen über einen Garten, der sich in rund zehn Jahren zu einem kleinen Paradies für eine Vielzahl von Insekten, Vögeln, Reptilien und Amphibien entwickelt hat. Ebenfalls verschiedene Säugetiere leben im Garten oder kommen mehr oder weniger regelmäßig zu Besuch. „Davon hätten wir nicht zu träumen gewagt“, wird es der Referent selbst später zusammenfassen.
Den meisten Gästen aus ihren eigenen Gärten kaum bekannt: Fast wie Exoten muten diese Skorpionsfliegen an. Anders als der Name vermuten lässt, besitzen sie keinen Stachel und sind für Menschen völlig harmlos. Ihr Name rührt vom Hinterleibsende der Männchen her. Das ist vergrößert und zurückgebogen und erinnert damit an den Stachel eines Skorpions.
Sehr authentisch wirkt es, wie und was Heiko K. Voss mitzuteilen hat. Es ist deutlich zu merken, dass ihm das Thema eine echte Herzensangelegenheit ist. Und es gelingt ihm sehr gut, seine Zuhörerinnen und Zuhörer "einzufangen" und mitzunehmen auf diese besondere Entdeckungstour durch seinen Garten.
Ein Pause gehört bei uns zum Vortragsabend. Die kleine „Pausenversorgung“ wird wie immer sehr gerne angenommen. Es gibt zu den Getränken Brot mit verschiedenen selbst zubereiteten Aufstrichen. Guten Appetit bei der kleinen Stärkung.
Dem Referenten werden natürlich viele Fragen gestellt und viele Gespräche werden untereinander geführt. „Das ist ja wirklich erstaunlich! Das hab ich nicht gewusst. Dass das funktioniert! Sollten wir die Brennnesseln hinten am Schuppen vielleicht auch mal für die Falter stehen lassen? Im Sommer nur ein paar Wege durch die Wiese mähen und nicht alles gleichzeitig? Ich dachte bislang, ein Garten muss doch immer ordentlich und aufgeräumt sein, aber das hier ist ja ganz anders! Na, das muss man sich erstmal trauen.“ Heiko K. Voss freut sich, dass der Vortrag viele Gedanken und Gespräche anregt. Vielleicht wird die Eine oder der Andere im eigenen Garten zukünftig ein wenig mehr Natur „wagen“, ein paar Dinge ändern oder ausprobieren? Wir haben es selbst in der Hand, dieses zu tun, um damit heimischen Tieren und Pflanzen zu mehr und besserem Lebens- und Rückzugsraum zu verhelfen.
Fast auf Tuchfühlung - ob das gut geht? Frösche, Kröten und Molche
stehen schließlich auf dem Speiseplan von Ringelnattern. Ringelnattern können
ihre extrem beweglichen Kiefer so weit verschieben und öffnen, dass sie die im
Vergleich zu ihrer eigenen Größe ziemlich großen Tiere verschlingen können. In
Gärten lieben sie Verstecke und sind beispielsweise an und in Teichen oder auf
dem Komposthaufen anzutreffen. Durch die zwei gelben halbmondförmigen Flecken
an ihrem Hinterkopf sind Ringelnattern leicht kenntlich. Für den Menschen sind diese Schlangen ungefährlich.
Mit herzlichem Applaus bedanken sich die Gäste für den gelungenen Vortrag und die tiefen Einblicke in eine artenreiche Gartenwelt. „Ein Gartenrundgang auf Du und Du mit der Natur, der die Augen öffnet für eine wundersame Welt im Kleinen und Lust macht, im eigenen Garten Lebensräume für die Tierwelt zu gestalten!“ So ist es auf der äußeren Rückseite des Buches „Artenvielfalt im naturbelassenen Garten“ zu lesen. Und genau das trifft auch auf den Vortrag zu. Ganz herzlichen Dank, Heiko K. Voss, dass wir den spannenden, informativen und zugleich unterhaltsamen Gartenrundgang begleiten durften und teilhaben konnten an den vielen Beobachtungen von kleinen Wundern der Natur. Vielen Dank für die verschiedenen Anregungen aus eigener Erfahrung.
Wie erstaunlich ist es, dass sich oft schon durch lediglich kleine Hilfestellungen, durch Unterlassen bestimmter Routinen und durch ein wenig Gelassenheit ein deutliches Mehr an Natur und Arten im eigenen Garten einstellt. Folgen wir dem Beispiel unseres Referenten und probieren es am besten einfach selbst aus! Wir wünschen viel Erfolg und Freude beim Beobachten der Veränderungen.
Vielen Dank an alle, die an diesem Abend unsere Gäste waren und sich mit auf eine Entdeckungsreise der besonderen Art begeben haben. Ein Dankeschön geht ebenso an alle, die mit angepackt und durch ihre Hilfe zum Gelingen des Abends beigetragen haben. Und natürlich geht ein Dank auch an diejenigen, die unser Sparschwein mit einer Spende gefüttert haben und so dazu beitragen, dass wir unsere Vereinsarbeit fortsetzen können.
An dieser Stelle möchten wir auf unsere nächste Veranstaltung hinweisen:
Der diesjährige Bastelabend für die Adventszeit findet am 28. November statt,
also traditionell wieder am Freitag vor dem 1. Advent. Für mehr Informationen bitte hier klicken. Große und kleine
Leute sind herzlich willkommen!
Dienstag, 28. Oktober 2025
Vortragabend in der Alten Schule Barnin am 12. November 2025
Zu unserem nächsten Vortragsabend laden wir herzlich ein:
„Artenvielfalt
im Naturgarten“
Vortrag mit Heiko K. Voss
am 12.11.2025 (Mittwoch)
um 19:00 Uhr
im Gemeindehaus
Barnin (Alte Schule. Lindenstraße 9)
„Artenvielfalt ist ein Thema, das in den letzten Jahren zunehmend in aller Munde ist. Schon mit einfachen Maßnahmen lässt sich ein Garten gestalten, der ungeahnt vielen Tieren Lebensraum und Rückzugsort ist. Dafür braucht man nicht unbedingt viel Platz, aber ein wenig Geduld“, wie Heiko K. Voss aus eigenem Erleben weiß. Der Kunstschmied, metallgestaltende bildende Künstler und Autor des 2023 erschienen und prämierten Buches „Artenvielfalt im naturbelassenen Garten“ möchte zum Entdecken der Fülle und Vielfalt des Lebens im eigenen Garten anregen: „Gärten sind wichtige Lebensräume zum Schutz und Erhalt vieler Tierarten. Jeder Gartenbesitzer kann mit geringen Mitteln seinen Teil beitragen.“ - Herzlich willkommen im Naturgarten!
Der Eintritt ist frei, für Getränke ist gesorgt.
Wir würden uns über eine kleine Spende zur Deckung der Unkosten freuen. Vielen Dank!
Freitag, 15. November 2024
Eingetaucht in einen exotischen Kosmos kleiner Tiere
Am Vortragsabend in der vorherigen Woche waren die Gäste ins Barniner Gemeindehaus eingeladen, den Referenten Wolf-Peter Polzin aus Güstrow zu begleiten bei einer Reise in die „Wunderwelt Costa Rica – Das große Reich der kleinen Tiere“.
Wenn der November hier bei uns wieder einmal tagelang bleiernes Grau stationiert hat, dann klingt Costa Rica für viele Menschen wie eine Verheißung von Sonne, Palmen, Strand und Baden im Meer? Ganz gewiss, jedoch gibt es in dem vulkanisch geprägten Land viel mehr zu entdecken - vor allem eine wahrliche Wunderwelt von Pflanzen und Tieren.
Der Saal in der alten Schule füllt sich mit Gästen, die der Einladung gefolgt sind und mit in die Costa Ricanische Wunderwelt der kleinen Tiere reisen wollen.
Referent des Abends ist Wolf-Peter Polzin. Der Güstrower Biologe und Naturschützer ist ein exzellenter Naturfotograf. Vor allem die Welt der kleinen Tiere begeistert ihn immer wieder. Und so beobachten wir gemeinsam mit Wolf-Peter Polzin in diesem Vortrag Käfer und Zikaden, bestaunen Schmetterlinge, entdecken gut getarnte Frösche und Spinnen, begegnen nicht zuletzt Reptilien und Vögeln. Die Reise führt durch verschiedene Schutzgebiete des mittelamerikanischen Landes von der Küste bis in Bergregionen.
Auch als "Blauer Himmelsfalter" wird dieser Schmetterling bezeichnet, der den wissenschaftlichen Namen Morpho helenor trägt.
Zu einer längeren Reise gehören Pausen, und eine solche legen auch wir an unseren Vortragsabenden ein. Ein wenig zum Vortragsthema oder Reiseziel passende Kleinigkeiten und Getränke gehören dazu.
Zur Stärkung gibt es ein bisschen Exotik: Obst aus Costa Rica und ein paar selbstgemachte Kleinigkeiten. Natürlich durften auch Kaffee und Rum aus Costa Rica nicht fehlen .
Während der Pause wird gekostet, kommen die Gäste miteinander ins Gespräch und werden Eindrücke der ersten "Reiseetappe" ausgetauscht. Dann setzen wir die Beobachtungen und Entdeckungen fort. Leuchtende Farben, äußerst skurrile Formen, außergewöhnliche Lebensweisen, perfekte Tarnkünstler, üppige Pracht oder totale Reduktion – lang ist die Liste der Extreme und Überraschungen, die auch und insbesondere in der Welt der kleinen Lebewesen zu finden sind. Sie versetzen diejenigen in Erstaunen und Begeisterung, die bereit sind, sich auf diese Wunderwelt einzulassen.
Zauberhaft sind Kolibris, so wie zum Beispiel die Weißkehlnymphen. Diese Art hat ein sehr kleines Verbreitungsgebiet und kommt nur in Panama und Costa Rica vor.
Wolf-Peter Polzin hat einen Ausschnitt aus dem großen Reich der kleinen Tiere in exzellenten Fotos eingefangen und den Gästen mit seinem lebendigen Vortrag einen Einblick in diesen besonderen Kosmos gewährt. Wir haben uns von seiner Faszination und Begeisterung an dieser Wunderwelt gerne anstecken und ebenfalls faszinieren lassen. Dafür sagen wir nochmals ganz herzlichen Dank und verabschieden ihn mit "Pura Vida".
Dienstag, 22. Oktober 2024
Einladung zu einem naturkundlichen Vortrag über Costa Rica
Der Eintritt ist frei. Für Getränke ist gesorgt. Wir würden uns über eine kleine Spende zur Deckung der Unkosten freuen. Vielen Dank!
Samstag, 23. März 2024
Eine erlebnisreiche Baumreise durch Mecklenburg-Vorpommern in der Alten Schule Barnin
Am vergangenen Mittwoch war wieder Vortragszeit in der Alten Schule Barnin. Dieses Mal wollten wir uns mit der Referentin Maren Polzin aus Güstrow auf eine Baumreise durch Mecklenburg-Vorpommern begeben.
Mit fleißigen Händen und guter Laune bei den Vorbereitungen für den Pausenimbiss. Es duftet bereits ganz verführerisch!Alles ist vorbereitet, jetzt können die Gäste kommen
Der Gemeindesaal füllt sich
Rund dreißig Jahre hat sich Maren Polzin beruflich mit Bäumen und mit deren Schutz befasst. Doch auch jetzt im „Unruhestand“: Die Bäume, die lassen sie nicht los, und das gilt ebenso umgekehrt! Diese intensive und besondere Beziehung setzt sich weiterhin fort, das war während des Vortrags deutlich zu spüren. Es ist auch gar nicht verwunderlich, schließlich sind Bäume so unglaublich vielfältig und zudem die höchsten Lebewesen auf unserer Erde.
Als berufliche Naturschützerin hatte Maren Polzin eine unendliche Vielzahl von Begegnungen mit Bäumen und mit den Menschen, die sich um diese kümmern und sie pflegen, sich um sie sorgen - oder sie loswerden wollen. Sie begegnete und begegnet in ihrer Freizeit bei Fahrten durchs Land gezielt oder zufällig markanten Baum-Persönlichkeiten, die ihre Umgebung oder einen ganzen Landschaftsausschnitt prägen.
Wer kennt nicht solche einzeln, in Gruppen oder Alleen stehenden knorrigen Eichen, hohe Buchen mit weit ausladendem Blätterdach, alte Linden mit in jedem Jahr wieder berauschendem Blütenduft oder Kastanienbäume mit ihren oft so beschwingt wirkenden Ästen? Natürlich nicht nur in der freien Landschaft, sondern auch im Bereich der Dörfer und Städte setzen Bäume Akzente, spenden Schatten, sind Lebens- und Nahrungsraum für eine Vielzahl von verschiedenen Tierarten, versorgen uns mit Obst und Nüssen oder erfreuen uns mit ihren Blüten, Früchten, Samen und Blättern.Manchmal gibt es ganz erstaunliche, ungewöhnliche oder berührende Geschichten zu einzelnen Bäumen, die die Referentin während der gemeinsamen Baumreise zu erzählen wusste.
In der Pause lässt sich schnell miteinander ins Gespräch kommen und fachsimpeln
Ein alter Birnbaum. Trotz zurückliegender Schäden blüht er wieder und immer noch üppig
Über
die Zeit verändern sich Bäume, Landschaften, Straßen und Siedlungen, und es wurde
immer dann besonders spannend und war manchmal sehr überraschend, wenn Maren Polzin
ein und denselben Baum mehrmals besucht und die Veränderungen über die Jahre
oder zu verschiedenen Jahreszeiten dokumentiert hat. So hat es ihr die gewaltige
Polchower Linde ganz besonders angetan, die „alte Dame“ ist durch die Deutsche Dendrologische
Gesellschaft und die Eva Mayr-Stihl Stiftung zum ersten Nationalerbe-Baum in
Mecklenburg-Vorpommern gekürt worden.
Manche der vorgestellten Bäume und Alleen waren jedoch noch gar nicht so besonders alt oder ehrwürdig. Sie fanden trotzdem ihren Platz und Beachtung während der Baumreise, denn die jungen Bäume von heute sind die alten von morgen und werden dann hoffentlich unsere Landschaft gestalten und prägen und unsere nachfolgenden Generationen erfreuen.
Auch echte Kuriositäten bekamen die Vortragsgäste zu Gesicht. Sie sorgten für viel Heiterkeit und Erstaunen
„Ich hätte nicht gedacht, dass es ein so toller Vortragsabend werden würde!“, „Das war ja unglaublich interessant!“, „So eine schöne Baumreise!“ – solche und ähnliche Sätze waren von den Gästen beim Abschied zu hören. Wir, der Förderverein und die Gäste, bedanken uns bei Maren Polzin für den gelungenen Vortragsabend, es war eine sehr schöne und abwechslungsreiche Baumreise mit wunderbaren Fotos, spannenden Erzählungen und interessanten Fakten.
Ein
Dankeschön geht ebenfalls an unsere „Mitreisenden“, vielen Dank für das Kommen und Mitreisen sowie für das Füttern unseres Spenden-Sparschweins. Ebenso gilt der Dank auch
allen unseren Vereinsmitgliedern, die wieder geholfen und mit angepackt haben.
Hinweise
in eigener Sache:
Am 27. April (Sonnabend) ist in Barnin Dorfputz. Um 09:00 Uhr werden wir im und am Museum „klar Schiff“ machen. Wer mag, ist zum Helfen herzlich eingeladen.
Und bereits eine Woche später, am 4.
Mai, findet von 15:00-17:00 Uhr ebenfalls an „De Dörpstuw“ die diesjährige Pflanzentauschbörse statt. Wir freuen
uns auf Euren Besuch!
Und dann ist da noch etwas: Habt Ihr
vielleicht Lust, bei uns im Verein mitzumachen oder unsere Arbeit auch ohne
Mitgliedschaft gelegentlich zu unterstützen? Meldet Euch gerne, wir freuen uns
über Verstärkung und Unterstützung!
Sonntag, 3. März 2024
Vortragseinladung zu einer „Baumreise“ durch Mecklenburg-Vorpommern
Vortrag mit Maren Polzin
am 20.03.2024 (Mittwoch)
um 19:00 Uhr
im Gemeindehaus Barnin (Alte Schule. Lindenstraße 9)
Der Vortrag von Maren Polzin aus Güstrow nimmt die Gäste mit auf Entdeckungstouren durch Mecklenburg-Vorpommern. Manchmal geplant, oft eher zufällig sind dabei die Begegnungen mit besonderen und besonders beeindruckenden Bäumen und mit den Landschaften, die durch diese Bäume geprägt werden.
Über die Zeit jedoch verändern sich die Landschaften und auch die Bäume. Dadurch kann es immer wieder zu Überraschungen kommen.
Und so ganz nebenbei eröffnen sich für die Naturschützerin und für die Gäste des Vortragsabends unterwegs gelegentlich neue Blickwinkel auf bekannt Geglaubtes und Alltägliches.
Herzlich willkommen zu einer „Baumreise“!
Samstag, 18. November 2023
Ich sehe was, was Du nicht siehst? - Auf dem "Kleinen Weg am Weltenrand"
Im November sind die Abende wieder lang, da passt ein Vortragsabend gut in die Zeit. Unser Förderverein hatte wieder eingeladen zu einem naturkundlichen Vortrag.
Die meisten Menschen legen ihren Arbeitsweg immer oder fast immer auf die gleiche Art und Weise auf der immer gleichen Strecke zurück und wollen nur zügig von zu Hause zur Arbeit und von dort wieder zurück nach Hause gelangen. Doch es gibt Menschen, die machen es ganz bewusst ganz anders. Zu diesen Menschen gehört Thomas Münzberger, der am 15. November als Referent des Vortragsabends in der Alten Schule Barnin zu Besuch war.Thomas Münzberger. Die Natur begeistert ihn seit der Kindheit. Mit seinem Opa hat er als Kind in Sachsen Biber an der Elbe beobachtet, zu einer Zeit, als es in Deutschland kaum noch Biber gab. Bald kam zum Beobachten die Fotografie als Leidenschaft dazu. Bereits seit der achten Klasse hat er immer eine Kamera bei sich, um für alle Überraschungen, Beobachtungen und Begegnungen „gewappnet“ zu sein, so berichtet Thomas Münzberger. Seinen Arbeitsweg legt er abwechselnd mit dem Auto oder Kleinbus, mit dem Fahrrad, Paddelboot oder bei entsprechender Witterung sogar per Ski oder Schlittschuh zurück. Selten hält er nicht irgendwo unterwegs an oder nutzt die Mittagspause für eine kleine „NaturEntdeckerZeit“.
Schmetterlinge, Käfer, Libellen, Wanzen, Spinnen, Reptilien, Amphibien oder nicht zuletzt Säugetiere und viele verschiedene große und kleine Vogelarten – das klingt eher nach größeren Exkursionen. Doch im Vortrag handelt es sich ausschließlich um Tiere, die Thomas Münzberger auf seinem Arbeitsweg entdeckt, vom eigenen Haus und Grundstück bis zur Klinik, in der er als Arzt tätig ist. Es geht um Tiere, nach denen er mit wachen Sinnen und mit einer über die Jahre erworbenen großen Erfahrung immer wieder gezielt Ausschau hält, ihre Lebensräume, Bauten oder Nester besucht.
Fleißige Hände haben wieder eine kleine „Pausenversorgung“ vorbereitet, denn der Arbeitsweg von Thomas Münzberger ist durch die Beobachtungen ein längerer Weg, da kann man zwischendurch gut eine Stärkung gebrauchen ;).
Die Begeisterung des Referenten ist deutlich zu spüren. Die Gäste lassen sich davon gefangen nehmen und folgen gespannt den lebendigen und lebhaften Berichten und kleinen Anekdoten.
Eine Quelle der Inspiration war und ist für Thomas Münzberger immer noch der DDR-Fotograf Helmut Drechsler, der vor allem mit seinem Buch „Kleine Welt am Wegesrand“ genau das festgehalten und beschrieben hat, was auch ihn begeistert. Wer umsichtig und mit geschärften Sinnen seine Alltagswelt wahrnimmt, der taucht ein in diese „Kleine Welt am Wegesrand“, kann die vielgestaltige Schönheit der Natur erkennen und erfahren und erlebt selbst im Alltag immer wieder faszinierende Begegnungen und wunderbare kleine Abenteuer, die anderen Menschen verborgen bleiben.
Ganz herzlichen Dank, Thomas Münzberger, dass wir an diesem Vortragsabend auf verschiedene Art und Weise den Weg zwischen Malchow und Plau begleiten konnten. Und dass wir teilhaben durften an den vielen Begegnungen mit der kleinen Wunderwelt rechts und links des Weges am „Weltenrand“ Mecklenburg! Es war ein wunderschöner gemeinsamer Abend. Und vielleicht wird der eine oder die andere nun auch öfter einmal genauer hinschauen, was am Wegesrand selbst auf scheinbar wenig spektakulären Alltagswegen zu entdecken ist.
Herzlichen Dank an alle, die an diesem Abend unsere Gäste waren und sich mit auf den Weg begeben haben. Ein Dankeschön geht an alle, die mit angepackt und durch ihre Hilfe zum Gelingen des Abends beigetragen haben. Und natürlich geht ein besonderer Dank auch an diejenigen, die unser Sparschwein mit einer Spende gefüttert haben und so dazu beitragen, dass wir unsere Vereinsarbeit fortsetzen können. - Herzlich willkommen zu unseren weiteren Veranstaltungen, schaut gerne immer mal wieder auf unserer Seite vorbei!
Wohlverdientes Feierabendbier - Danke für einen gelungenen Vortragsabend!












































