Richtig
heiß hat es unseren Sommerausflug 2026 erwischt! Er fand statt am vergangenen
Wochenende, dem Wochenende, an dem auch in unserer Region die bislang höchsten
Juni-Temperaturen seit Beginn der offiziellen Wetteraufzeichnung gemessen
wurden.
Treffpunkt
Bushaltestelle Barnin am Morgen: Alle am Ausflug teilnehmenden Mitglieder und
eingeladenen Gäste sind gut gelaunt und startklar. Auf geht’s!
Wir bleiben
auch in diesem Jahr erneut in unserer hiesigen Region und ersparen uns lange
Anfahrtswege. Es gibt immer nach wie vor eine ganze Reihe vielversprechender Ausflugsziele,
die wir bislang noch nicht gemeinsam erkundet haben. Dazu gehört das DDR-Museum
in Dabel, unser erstes Ziel. Die meisten von uns waren erstaunlicher Weise
tatsächlich noch nicht dort, obgleich es gar nicht weit entfernt ist. Ein Grund
mehr, das nun zu ändern.

Was
für eine Sammlung! Abertausende Gegenstände aus dem Alltag in einem Staat, den
es seit mehr als 30 Jahren nicht mehr gibt. Es sind abertausende Gegenstände in
oft vielfacher Ausfertigung, die Inhaber Marcus Schmied über lange Jahre mit
unendlich großem Engagement und Aufwand zusammengetragen hat und auch aktuell
immer noch weiter zusammenträgt, sicherstellt, erhält, repariert, ausstellt ...
Der Platz reicht trotz der jüngsten Erweiterungen nicht aus, um alle Objekte präsentieren zu können. Zehntausende weitere Sammelstücke sind daher derzeit eingelagert.
Alle
die heute dabei sind, haben einen Teil ihres Lebens in der DDR verbracht. Marcus
schickt uns auf eine Zeitreise in unsere eigene Vergangenheit und das: „Natürlich
auf eigene Gefahr!
Es
sind nicht nur die vielen Gegenstände selbst, die wir wiederfinden und
wiedererkennen. Es sind die vielen eigenen kleinen und großen Geschichten,
Erlebnisse und Erinnerungen, die damit verbunden und plötzlich wieder präsent
sind. Das ist überwältigend! Nach zwei Stunden sind alle „platt“ - Zeit für ein
kleines „DDR-Softeis“?Noch
schnell ein Foto zum Abschluss der (Wieder-)Entdeckungsreise. Danke Marcus und
weiterhin viel Erfolg mit dem Museum und den weiteren Vorhaben!
Ebenfalls
in Dabel und damit fast nebenan sind im „Borstel-Treff“ Plätze für das
Mittagessen reserviert. Trotz der Lüftungsmöglichkeiten im Wintergarten ist es
inzwischen sehr heiß und dadurch der Durst besonders groß. Dann kommt das
Essen, das auf den Tellern hübsch angerichtet ist, guten Appetit.
Die Augen lächeln, die großen Hände sprechen von jahrzehntelanger körperlich schwerer Arbeit. Für den Nachmittag sind wir angemeldet
bei Heiko K. Voss zu einem Besuch in seiner Metallwerkstatt und Galerie in
Runow. Der Metallkünstler und Buchautor war im vergangenen Herbst in Barnin zu
Gast mit einem Vortrag über seinen Naturgarten und sein erstes Buch, das er zu
diesem Thema geschrieben hat. (Ein Rückblick auf den sehr gelungenen und
gut besuchten Vortragsabend ist unter diesem Link zu finden: hier klicken.)
Heute soll jedoch seine Metallkunst im Mittelpunkt stehen.
Er
erwartet uns bereits, und auch heute lächeln die Augen. In der Werkstatt werden wir
von
Heiko K. Voss herzlich willkommen geheißen. Nach einer kurzen Einführung zu
sich und seiner Arbeit geht es zunächst nach nebenan in die Galerie.
In den
zwei Galerieräumen sind ausgewählte Metallarbeiten zu sehen, zu erleben und vor
allem auch zu bestaunen. Heiko K. Voss erläutert die verschiedenen Techniken, die
er bei der Anfertigung der Objekte angewendet hat. „Und wie kommt man denn auf
solche Ideen?“ Auch darauf gibt es Antworten. Von einer ersten Idee bis zum
fertigen Kunstwerk ist es jedoch oft ein langer Weg.
„Mir
gefällt am besten …“, das ist für die einen ganz einfach zu beantworten, andere
wollen oder können sich da nicht so leicht festlegen. Zu verschiedenen
sind die Techniken, die Motive und die von den Kunstobjekten ausgehende Wirkung.
Und so entwickeln sich auf der einen Seite viele rege Gespräche, während Einzelne längere Zeit versunken vor einem ganz bestimmten Kunstwerk stehen.
Auch
von Agnes, der Frau von Heiko K. Voss, erfahren wir viele interessante Dinge
über die Metallkunst ihres Mannes. Manchmal weist sie auf Besonderheiten oder Details
hin, die wir sonst so nicht wahrgenommen hätten. Oder sie spricht darüber, was
sie selbst beim Betrachten empfindet und welche Gedanken ihr kommen. Das ist sehr
bereichernd, denn Menschen nähern sich Kunstwerken eben doch ganz unterschiedlich,
betrachten diese aus ganz verschiedenen Blickwinkeln und nach unterschiedlichen
Aspekten.
Großes Staunen und Begeisterung über die Bewegung, die einsetzt, wenn man selbst in Bewegung ist und vor den Tafeln langsam ein paar Schritte hin und her geht.
Und außerdem: „Was, das Muster ist mit der Flex gemacht?“
„Die Kunstschmiedearbeiten fand ich schon beeindruckend schön.“ Besser lässt es sich nicht zusammenfassen, als Sabine es im Nachgang des Ausflugs formuliert hat.
Wer trotz
der Sonnenglut mag, betrachtet anschließend auch noch die im Außengelände auf der Wiese aufgestellten
großen Objekte für den Freiraum.
Die Objekte greifen unterschiedliche Themen aus Gesellschaft und Natur auf
und positionieren sich dazu. Sie sind nicht weniger faszinierend als die
Ausstellungsstücke in der Galerie, regen zu eigenen Gedanken und Interpretationen an oder
animieren dazu, eine begonnene Geschichte einfach weiter zu spinnen.
Geübt
ist geübt und im Handumdrehen ist in der Metallwerkstatt zwischen Maschinen, Geräten und Materialien eine Kaffeetafel
aufgebaut und gedeckt. Tische, Stühle, Geschirr, Kaffee und selbstgebackener
Kuchen - wir haben alles mitgebracht. Beim Kaffeetrinken lässt es sich ganz
ungezwungen miteinander plaudern. Das gefällt auch dem Metallkünstler, der
schmunzelnd anmerkt: „Das ist Premiere, das hat es hier bislang noch
nicht gegeben.“
Bevor
wir wieder einpacken und uns auf dem Heimweg begeben, schauen wir aber noch
„direkt
ins Herz“, in die Schmiede. Heiko K. Voss erklärt grundsätzliche Abläufe und
Gerätschaften und beantwortet die vielen gestellten Fragen. Nur auf das Schmiedefeuer
verzichten heute alle freiwillig.
Lieber schauen wir uns einfach nur so ein
wenig in dem Arbeitsraum mit den rußgeschwärzten Wänden um. Passend mit dabei
sind ein paar Rauchschwalben, die hier ein- und ausfliegen dürfen.
Lieber
Heiko, ganz herzlichen Dank für den wunderbaren Nachmittag und dafür, dass Du
Dir die Zeit genommen hast, uns einen Einblick in Deine Arbeit und Deine beeindruckende
Kunst zu geben. (Für
mehr Informationen über den Künstler und seine Arbeit hier klicken.)
„Es
war echt ein toller Tag, der mit seinen Facetten lange in Erinnerung bleibt.“
„DDR-Museum,
Eisenkunst, das Mittagessen und die Kaffeetafel in der Werkstatt des Künstlers:
4 X 5 Sterne“. Solche Rückmeldungen zum diesjährigen Ausflug sagen wohl genug
über den Tag aus!
Nochmals
ganz herzlichen Dank an Marcus Schmied mit seinem überwältigendem DDR-Museum, an das freundliche
Team vom Hotel und Restaurant „Borstel-Treff“ sowie an Metallkünstler Heiko K.
Voss mit seinen faszinierenden Arbeiten!
Ein großes
Dankeschön geht zudem an Kathrin als Hauptorganisatorin des Ausflugstages sowie
an alle, die zur gelungenen Kaffeetafel beigetragen haben.
Danke
nicht zuletzt an die unternehmungslustigen Vereinsmitglieder und unsere Gäste für den gemeinsamen Tag, der
einfach gute Laune gemacht hat. Wir werden uns immer wieder gerne daran erinnern.
Und
im nächsten Jahr gibt es den nächsten Ausflug :) !