Samstag, 4. Juli 2026

Unser Sommerausflug 2026 - Rückblick auf einen ganz besonderen Tag

 

Richtig heiß hat es unseren Sommerausflug 2026 erwischt! Er fand statt am vergangenen Wochenende, dem Wochenende, an dem auch in unserer Region die bislang höchsten Juni-Temperaturen seit Beginn der offiziellen Wetteraufzeichnung gemessen wurden. 

Treffpunkt Bushaltestelle Barnin am Morgen: Alle am Ausflug teilnehmenden Mitglieder und eingeladenen Gäste sind gut gelaunt und startklar. Auf geht’s! 

Wir bleiben auch in diesem Jahr erneut in unserer hiesigen Region und ersparen uns lange Anfahrtswege. Es gibt immer nach wie vor eine ganze Reihe vielversprechender Ausflugsziele, die wir bislang noch nicht gemeinsam erkundet haben. Dazu gehört das DDR-Museum in Dabel, unser erstes Ziel. Die meisten von uns waren erstaunlicher Weise tatsächlich noch nicht dort, obgleich es gar nicht weit entfernt ist. Ein Grund mehr, das nun zu ändern.

Was für eine Sammlung! Abertausende Gegenstände aus dem Alltag in einem Staat, den es seit mehr als 30 Jahren nicht mehr gibt. Es sind abertausende Gegenstände in oft vielfacher Ausfertigung, die Inhaber Marcus Schmied über lange Jahre mit unendlich großem Engagement und Aufwand zusammengetragen hat und auch aktuell immer noch weiter zusammenträgt, sicherstellt, erhält, repariert, ausstellt ... Der Platz reicht trotz der jüngsten Erweiterungen nicht aus, um alle Objekte präsentieren zu können. Zehntausende weitere Sammelstücke sind daher derzeit eingelagert.

Alle die heute dabei sind, haben einen Teil ihres Lebens in der DDR verbracht. Marcus schickt uns auf eine Zeitreise in unsere eigene Vergangenheit und das: „Natürlich auf eigene Gefahr! 

Es sind nicht nur die vielen Gegenstände selbst, die wir wiederfinden und wiedererkennen. Es sind die vielen eigenen kleinen und großen Geschichten, Erlebnisse und Erinnerungen, die damit verbunden und plötzlich wieder präsent sind. Das ist überwältigend! Nach zwei Stunden sind alle „platt“ - Zeit für ein kleines „DDR-Softeis“?

Noch schnell ein Foto zum Abschluss der (Wieder-)Entdeckungsreise. Danke Marcus und weiterhin viel Erfolg mit dem Museum und den weiteren Vorhaben!

Ebenfalls in Dabel und damit fast nebenan sind im „Borstel-Treff“ Plätze für das Mittagessen reserviert. Trotz der Lüftungsmöglichkeiten im Wintergarten ist es inzwischen sehr heiß und dadurch der Durst besonders groß. Dann kommt das Essen, das auf den Tellern hübsch angerichtet ist, guten Appetit. 

Die Augen lächeln, die großen Hände sprechen von jahrzehntelanger körperlich schwerer Arbeit. Für den Nachmittag sind wir angemeldet bei Heiko K. Voss zu einem Besuch in seiner Metallwerkstatt und Galerie in Runow. Der Metallkünstler und Buchautor war im vergangenen Herbst in Barnin zu Gast mit einem Vortrag über seinen Naturgarten und sein erstes Buch, das er zu diesem Thema geschrieben hat. (Ein Rückblick auf den sehr gelungenen und gut besuchten Vortragsabend ist unter diesem Link zu finden: hier klicken.) Heute soll jedoch seine Metallkunst im Mittelpunkt stehen.


Er erwartet uns bereits, und auch heute lächeln die Augen. In der Werkstatt werden wir 
von Heiko K. Voss herzlich willkommen geheißen. Nach einer kurzen Einführung zu sich und seiner Arbeit geht es zunächst nach nebenan in die Galerie. 

In den zwei Galerieräumen sind ausgewählte Metallarbeiten zu sehen, zu erleben und vor allem auch zu bestaunen. Heiko K. Voss erläutert die verschiedenen Techniken, die er bei der Anfertigung der Objekte angewendet hat. „Und wie kommt man denn auf solche Ideen?“ Auch darauf gibt es Antworten. Von einer ersten Idee bis zum fertigen Kunstwerk ist es jedoch oft ein langer Weg. 

„Mir gefällt am besten …“, das ist für die einen ganz einfach zu beantworten, andere wollen oder können sich da nicht so leicht festlegen. Zu verschiedenen sind die Techniken, die Motive und die von den Kunstobjekten ausgehende Wirkung. Und so entwickeln sich auf der einen Seite viele rege Gespräche, während Einzelne längere Zeit versunken vor einem ganz bestimmten Kunstwerk stehen. 

Auch von Agnes, der Frau von Heiko K. Voss, erfahren wir viele interessante Dinge über die Metallkunst ihres Mannes. Manchmal weist sie auf Besonderheiten oder Details hin, die wir sonst so nicht wahrgenommen hätten. Oder sie spricht darüber, was sie selbst beim Betrachten empfindet und welche Gedanken ihr kommen. Das ist sehr bereichernd, denn Menschen nähern sich Kunstwerken eben doch ganz unterschiedlich, betrachten diese aus ganz verschiedenen Blickwinkeln und nach unterschiedlichen Aspekten. 

Großes Staunen und Begeisterung über die Bewegung, die einsetzt, wenn man selbst in Bewegung ist und vor den Tafeln langsam ein paar Schritte hin und her geht. 
Und außerdem: „Was, das Muster ist mit der Flex gemacht?“ 

„Die Kunstschmiedearbeiten fand ich schon beeindruckend schön.“ Besser lässt es sich nicht zusammenfassen, als Sabine es im Nachgang des Ausflugs formuliert hat. 

Wer trotz der Sonnenglut mag, betrachtet anschließend auch noch die im Außengelände auf der Wiese aufgestellten großen Objekte für den Freiraum. 

Die Objekte greifen unterschiedliche Themen aus Gesellschaft und Natur auf und positionieren sich dazu. Sie sind nicht weniger faszinierend als die Ausstellungsstücke in der Galerie, regen zu eigenen Gedanken und Interpretationen an oder animieren dazu, eine begonnene Geschichte einfach weiter zu spinnen.

Geübt ist geübt und im Handumdrehen ist in der Metallwerkstatt zwischen Maschinen, Geräten und Materialien eine Kaffeetafel aufgebaut und gedeckt. Tische, Stühle, Geschirr, Kaffee und selbstgebackener Kuchen - wir haben alles mitgebracht. Beim Kaffeetrinken lässt es sich ganz ungezwungen miteinander plaudern. Das gefällt auch dem Metallkünstler, der schmunzelnd anmerkt: „Das ist Premiere, das hat es hier bislang noch nicht gegeben.“ 


Bevor wir wieder einpacken und uns auf dem Heimweg begeben, schauen wir aber noch
„direkt ins Herz“, in die Schmiede. Heiko K. Voss erklärt grundsätzliche Abläufe und Gerätschaften und beantwortet die vielen gestellten Fragen. Nur auf das Schmiedefeuer verzichten heute alle freiwillig. 

Lieber schauen wir uns einfach nur so ein wenig in dem Arbeitsraum mit den rußgeschwärzten Wänden um. Passend mit dabei sind ein paar Rauchschwalben, die hier ein- und ausfliegen dürfen.

Lieber Heiko, ganz herzlichen Dank für den wunderbaren Nachmittag und dafür, dass Du Dir die Zeit genommen hast, uns einen Einblick in Deine Arbeit und Deine beeindruckende Kunst zu geben. (Für mehr Informationen über den Künstler und seine Arbeit hier klicken.)

 


„Es war echt ein toller Tag, der mit seinen Facetten lange in Erinnerung bleibt.“

„DDR-Museum, Eisenkunst, das Mittagessen und die Kaffeetafel in der Werkstatt des Künstlers: 4 X 5 Sterne“. Solche Rückmeldungen zum diesjährigen Ausflug sagen wohl genug über den Tag aus!

 

Nochmals ganz herzlichen Dank an Marcus Schmied mit seinem überwältigendem DDR-Museum, an das freundliche Team vom Hotel und Restaurant „Borstel-Treff“ sowie an Metallkünstler Heiko K. Voss mit seinen faszinierenden Arbeiten!

Ein großes Dankeschön geht zudem an Kathrin als Hauptorganisatorin des Ausflugstages sowie an alle, die zur gelungenen Kaffeetafel beigetragen haben.
Danke nicht zuletzt an die unternehmungslustigen Vereinsmitglieder und unsere Gäste für den gemeinsamen Tag, der einfach gute Laune gemacht hat. Wir werden uns immer wieder gerne daran erinnern.

Und im nächsten Jahr gibt es den nächsten Ausflug :) !

 

 

 

 


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